ZTG als organisatorische Brücke
Seit Oktober 2009 kooperiert das IFAT/HDZ NRW mit dem Centre Hospitalier de Luxembourg (CHL)/ Luxemburg und dem Centre de Recherche Public Henri Tudor (CRP)/Luxemburg. In einer gemeinsamen Studie sollen Möglichkeiten zur Verbesserung der Versorgungsgrundlage herzinsuffizienter und transplantierter Patienten in häuslicher Umgebung aufgezeigt werden. Nähere Informationen finden Sie hier.
Online-Angebot zur Traumafolgeschäden-prävention
Menschen mit potentieller Traumaerfahrung erhalten die Möglichkeit, über komplett anonyme Online-Fragebögen, Kontakt zu Psychotherapeuten des DIPT e.V. - Deutsches Institut für Psychotraumatologie aufzunehmen. Betroffene erhalten nach Absenden der Bögen eine individuelle Auswertung und Handlungsempfehlung, sowie falls indiziert, die Nennung von Kontaktadressen zu Psychotherapeuten mit Weiterbildung im Bereich Traumafolgeschäden in der Nähe des Wohnortes des Betroffenen.
Selbsthilfeinformationen zu Traumafolgeschäden erhalten Sie hier.
In Bielefeld wurde die Modellregion Telemedizin als Landesprojekt durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gestartet. Im Rahmen der ZTG- Fachtagungsreihe „Die Telemedizin-Tagung in Nordrhein-Westfalen“ kamen zu diesem Anlass rund 100 Besucher nach Bielefeld. Bilder und Vorträge finden Sie hier. [Mehr]
Die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin und die ZTG Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen GmbH haben eine engere Zusammenarbeit beschlossen. [Mehr]
Land NRW


Rückblick

Telemedizin: sinnvoll und machbar!
Expertinnen und Experten zeigen Anwendungsbeispiele für Telemedizin auf der zweiten Tagung der Modellregion Telemedizin Ostwestfalen-Lippe


Bielefeld, 27. Mai 2011 – In der Regel Telemedizin? So lautete die Frage, um die sich die 2. Tagung der Modellregion Telemedizin OWL am 25. Mai 2011 in Bielefeld drehte.

Rund 70 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten am vergangenen Mittwoch der Einladung der ZTG Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen GmbH und diskutierten die Zukunft telemedizinischer Anwendungen in Ostwestfalen-Lippe (OWL) und darüber hinaus. Medizinerinnen und Mediziner aus dem Krankenhaussektor und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte waren ebenso vertreten wie Expertinnen und Experten aus Industrie, Politik und Wissenschaft. Die Modellregion Telemedizin OWL setzt mit der Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen auf einen ganzheitlichen Ansatz, um alle Interessierten zu informieren und zur Mitwirkung anzuregen, damit Telemedizin da ankommt, wo sie hingehört: bei den Patientinnen und Patienten als weitere effiziente Methode moderner Gesundheitsversorgung.
„2010 war ein wichtiges Jahr für die Telemedizin“, erläuterte Wolfgang Loos (Deutsche Ge-sellschaft für Telemedizin e.V.) in seinem einführenden Überblick über die Telemedizin in Deutschland. Erste Erfolge, wie z.B. die Abrechnungsziffer im OPS-Katalog des DIMDI für den Telekonsildienst Schlaganfall (gültig seit 01.01.2011), die Leitsätze für gute Telemedizin des Deutschen Ärztetags und die positiven Studienergebnisse der Partnership for the Heart, können verzeichnet werden. Es sind jedoch noch immer lange Verfahrenswege zu beobach-ten, die den Einsatz von Telemedizin erschweren. Während in Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen und Bayern vorbildliche Aktivitäten laufen, gibt es noch viele weiße Flecken für Telemedizin in der Bundesrepublik, konstatierte Loos.
Insbesondere das Thema „Schlaganfall und Telemedizin“ bildete einen Schwerpunkt der Veranstaltung. Fachvorträge renommierter Medizinerinnen und Mediziner sowie eines Exper-ten aus der Industrie zeigten eindrucksvoll, wie telemedizinische Anwendungen die Schlaganfallversorgung positiv unterstützen können. Getreu dem Motto „Zeit ist Hirn“ beton-ten alle Referentinnen und Referenten die Potenziale der Telemedizin, um eine abgesicherte Entscheidung über den Einsatz der hochwirksamen Lysetherapie zu treffen, die in den ersten drei Stunden nach dem Schlaganfallereignis die besten Erfolge erzielt. Unabhängig davon, ob durch ein bundesweites telemedizinisches Netzwerk (Prof. Dr. med. Stefan Isenmann, HELIOS Klinikum Wuppertal), durch enge Kooperationen mit Nachbarkliniken (Dr. med. Pet-ra Vieth, Marienhospital Steinfurt) oder durch den Einsatz eines Stroke-Einsatzmobils (Ge-rhard W. Meyer, Meytec GmbH): Mit Hilfe telemedizinischer Anwendungen kann das Zeit-fenster, in das Erstaufnahme, Diagnose, Therapieentscheidung und ggf. Verlegung fallen müssen, entscheidend besser genutzt werden. Interessanter Aspekt bei den Schilderungen aus der Praxis: Durch die gut organisierte, kooperative Zusammenarbeit können alle Partner positive logistische, strategische und monetäre Effekte verzeichnen.
Am Nachmittag wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Erfahrungen aus Projekten in der Modellregion OWL vorgestellt. Die Vorträge aus der Teleintensivmedizin (Dr. med. Mi-chael Fantini, Mühlenkreiskliniken Lübbecke/Rahden), der Telekardiologie und des Gerinnungsmonitorings (PD Dr. med. Heinrich Körtke, Institut für angewandte Telemedizin in Bad Oeynhausen) sowie dem Qualitätsmanagement (Benjamin Homberg, Medizin Service, Wesel) kamen im Ergebnis zu der Aussage, dass für Medizinerinnen und Mediziner die Kommunikationsprozesse und die Alltagsroutinen einfacher und effizienter ablaufen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung, die überwiegend aus der Modellregion kamen, konnten nützliche Anregungen für ihre eigene Arbeit mitnehmen, z.B. die Überlegung, ob sich der Nutzen „nur“ in Form beitragssatzwirksamer Komponenten darstellen lässt, etwa durch direkte, vermiedene Behandlungskosten.
In den Beiträgen zur „Kosten-Nutzen-Analyse für die Telemedizin“ (Rainer Beckers, ZTG GmbH; Eckhard Werner, AOK NORDWEST), die im Rahmen der anschließenden Sitzung der ARGE Modellregion OWL präsentiert wurden, überraschte die Sicht der Kostenträger, auf das „Top-Versorgungsangebot Telemedizin“ als Wettbewerbsargument zu setzen.
Abschließend fand die Sitzung des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin e.V. (DGTelemed) statt. Wer an der Gestaltung der Telemedizin in Deutschland mitwirken will, ist herzlich eingeladen, sich zu melden.
„Ein sehr interessantes, unbedingt erhaltenswertes Forum“, so die Meinung der Anwesenden, die sich neben dem Informationsgehalt der Vorträge insbesondere über die Möglichkeiten der Kontaktaufnahme und -pflege im Rahmen der Veranstaltung freuten.


Weitere Informationen finden Sie unter: www.ztg-nrw.de

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Abdruck erwünscht, Beleg erbeten. Fragen beantwortet Ihnen gern Frau Wewer.


Pressekontakt:
ZTG Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen GmbH
Anne Wewer
Universitätsstr. 142
44799 Bochum
Tel.: 0234.973517-34, Fax: 0234.973517-30
E-Mail: a.wewer@ztg-nrw.de
www.ztg-nrw.de

Deutsche Gesellschaft für Telemedizin
Wolfgang Loos
Postanschrift:
Postfach 400143
12631 Berlin
Geschäftsstelle:
Blenheimstraße 24
12685 Berlin
Zweigstelle:
Akazienstraße 13
16356 Werneuchen OT Seefeld
Tel.: 033398.78590, Fax: 033398.78591
E-Mail: w.loos@dgtelemed.de
www.dgtelemed.de


VERANSTALTUNGSHINWEIS


Tagung der Modellregion Telemedizin OWL

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25. Mai 2011
::

Inhalt der Veranstaltung

Bereits im vergangenen Jahr lud die ZTG GmbH zur 1. Tagung der Modellregion Telemedizin OWL nach Bielefeld ein, bei der interessierte Vertreter der Gesundheits- und IT-Branche angeregt über Qualität und Qualifizierung in der Telemedizin diskutierten. Auch in diesem Jahr lädt die ZTG GmbH Sie ganz herzlich ein, das Thema „Telemedizin in OWL“ voranzubringen.

Thematisch wird sich die 2. Tagung der Modellregion Telemedizin OWL vormittags mit dem Thema „Schlaganfall und Telemedizin“ beschäftigen - ein wichtiges Thema, insbesondere weil der Schlaganfall noch immer eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland ist. Darüber hinaus gibt es seit Anfang des Jahres 2011 die Möglichkeit, das sog. Schlaganfall-Telekonsil im Rahmen der stationären Versorgung abzurechnen. Wir freuen uns ganz besonders, die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin (DGTelemed) als kompetenten Partner für die Inhalte dieses Teils der Tagung gewonnen zu haben.

Nachmittags konzentriert sich das Tagungsprogramm auf konkrete Projekte aus der Modellregion Telemedizin OWL. Eine Vertiefung der Diskussionen ist beim anschließenden Treffen der ARGE Modellregion Telemedizin OWL möglich. Im Anschluss an die 2. Tagung Modellregion Telemedizin OWL trifft sich der Landesverband NRW unseres Veranstaltungspartners DGTelemed.

Anmeldung
Anfahrt

  Adresse

Tagungszentrum Bethel
Haus Nazareth
Nazarethweg 5 - 7
33617 Bielefeld

Downloads zur Veranstaltung

  Flyer "Tagung Modellregion"

Flyer (759KB)
Flyer "Tagung Modellregion"
Vorträge zum Download

  Vorträge zum Download

Telemedizin in Deutschland – ein Überblick
Schlaganfall und Telemedizin - "In der Regel Telemedizin?" - Modellregion Telemedizin OWL
Schlaganfall-Projekt des Marienhospitals Steinfurt in Kooperation mit dem Uniklinikum Münster
TeleIntensivMonitoring und die Anwendung des Portalklinik-Ansatzes am Beispiel Mühlenkreiskliniken (AöR)
Telemedizin und leitliniengerechte Therapie am Beispiel Gerinnung
Qualitätsmanagement für die Telemedizin
Methodische Empfehlung für gesundheitsökonomische Evaluation telemedizinischer Programme in der Telemedizin Modellregion OWL